Seit zwölf Jahren leben wir an der Paul-Hindemith Schule in zwei Klassen Inklusion. Schüler*innen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf lernen in der gemeinsamen Verantwortung von Grundschullehrkräften und sonderpädagogischen Lehrkräften miteinander.
Die sonderpädagogische Lehrkräfte werden von dem SBBZ Albert Schweitzer III (Zentrum für individuelle Bildung und Beratung mit sonderpädagogischem Schwerpunkt Lernen) an die PHS abgeordnet. In Klassen mit inklusiv beschulten Schüler*innen ist die Rücksichtnahme auf unterschiedliche Lerninhalte und Leistungsanforderungen eine zentrale soziale Kompetenz. Heterogenität wird zur Normalität.

Der Unterricht kann gemeinsam mit der Klasse im Klassenzimmer stattfinden. Es gibt Zeiten der Einzelförderung und Möglichkeiten zur Arbeit in Kleingruppen. Bildungsinhalte wie Lesen, Schreiben und Rechnen können in diesem Rahmen von Sonderpädagog*innen unterstützt gelernt werden.
Offene Lern- und Arbeitsformen wie Projektunterricht, Freiarbeit und Wochenplanarbeit ermöglichen die individuelle Förderung der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
Grundschullehrkräfte, Sonderpädagog*innen und weitere zum Unterstützungsteam gehörende Professionen wie zum Beispiel Schulbegleiter*innen und Heilpädagog*innen sind im Sinne einer individuellen Lern- und Entwicklungsbegleitung (ILEB) eng miteinander verknüpft. Diese individuellen Bildungsangebote werden im Rahmen einer kooperativen Förderplanung mit allen am Erziehungs- und Bildungsprozess Beteiligten festgelegt. Die lernförderliche Leistungsrückmeldung, die an der Paul-Hindemith-Grundschule umgesetzt wird, fördert eine an individuellen Zielen orientierte Leistungsfeststellung in hohem Maße und vermeidet so die Schwierigkeiten bei der Leistungsrückmeldung mit Ziffernoten auf verschiedenen Leistungsniveaus.
